Artikelbeispiele

Zynismus; zynisch (engl. cynicism, cynical; frz. cynisme, cynique).
 
Der Begriff ‹Z.›, im Deutschen bis zum Beginn des 20. Jh. üblicherweise ‹Cynismus› geschrieben, kann drei Dinge bezeichnen: a) die Lehre der vom Sokratiker Antisthenes im späten 5. Jh. v.Chr. ‘begründeten’ und von Diogenes aus Sinope fortgeführten antiken ‘Philosophenschule’ der Kyniker [1], b) die entsprechende «denkungs- und handlungsweise» [2] und c) eine dem kynischen/zynischen Gedankengut bzw. Charakter entsprechende Art zu reden.
1. Für den antiken Kyniker «ist die Tugend eine Sache des Handelns und bedarf weder vieler Worte noch Kenntnisse». «Der Weise ist sich selbst genug» (αὐτάρκης); «der Tugend gemäß zu leben» und in staatlichen Dingen autark zu handeln ist ihm deshalb Ziel und Pflicht [3]. Dem positiven Bild des bedürfnislosen und unerschütterlichen kynischen Weisen steht schon in der Antike die Karikatur des ungepflegt-dreckigen, schamlosen und schmarotzerischen Bettelphilosophen gegenüber, für den religiöse und ethische Werte nichts gelten [4].
Im 17. und 18. Jh. ist dieses Negativbild geistiges Allgemeingut. Die ‹Encyclopédie› nennt im Artikel ‹Cynique›, der insgesamt die Vertreter und Lehrstücke des antiken Kynismus sachlich beschreibt, als die zwei Hauptgründe des Mißkredits, in den die «Sekte» (s.d.) im Laufe der Jahrhunderte gefallen war: daß einerseits alles, was sich in der Gesellschaft fand «de boufons, d'impudens, de mendians, de parasites, de gloutons, & de fainéans», sich frech «le nom de cyniques» beigelegt habe und daß andererseits diejenigen, die bisher die Opfer dieser «espece de philosophie» gewesen seien («Magistraten, Priester, Sophisten, Poeten, Redner»), die Gelegenheit ihrer Rache wahrgenommen und durch ihre undifferenzierten Invektiven bewirkt hätten, daß «le nom de cynique fut universellement abhorré» [5]. Diese einseitige Festlegung führt schon zu Beginn des 18. Jh. dazu, daß ‹cynique› aus dem ursprünglichen Kontext herausgelöst und nunmehr allgemein in der Bedeutung «impudent, obscène. Discours cynique, rimes/vers cyniques, c'est un cynique» auftreten kann [6]. Gegen die unter seinem Namen publizierten, gefälschten Briefe über die Staatsführung verwahrt sich VOLTAIRE mit dem Hinweis, sie seien «d'un style dur, cynique, et plus insolent que vigoureux» [7], und J.-J. ROUSSEAU beschreibt seinen 1752 durch die Kritik an seiner Lyoner Akademieschrift und durch persönliche Turbulenzen gedrückten Gemütszustand als «cynique et caustique par honte» [8].
Die Verwendung des Modeworts ist in der Folge in Frankreich ebenso beliebt wie unpräzis und findet gegen Ende des 18. Jh. allmählich auch Eingang in die deutsche Literatur [9]. Klar ist, was ein Zyniker ist, aber nicht wer: Für FRIEDRICH II. von PREUSSEN sind es die Enzyklopädisten, «eine Sekte sogenannter Philosophen, die sich in unseren Tagen gebildet hat. Mit der Schamlosigkeit der Zyniker verbinden sie die edle Dreistigkeit, alle Paradoxen, die ihnen in den Sinn kommen, zum besten zu geben» [10]. Dagegen hat A. VON KNIGGE mit seiner «Kunst des Umgangs mit Menschen» den aufgeklärten Zeitgenossen im Blick und nicht den «groben Cyniker, der, nach seinem Hottentotten-Systeme, alle Regeln verachtet, welche Uebereinkunft und gegenseitige Gefälligkeit den Menschen im bürgerlichen Leben vorgeschrieben haben» [11].
2. Ein anderes, neues Verständnis des Begriffs deutet die Briefstelle an, in der G. E. LESSING anregt, Goethe möchte dem ‹Werther› «noch ein Kapitelchen» anfügen, «eine kleine kalte Schlußrede», «je cynischer je beßer!», damit «ein so warmes Produkt nicht mehr Unheil als Gutes» stiften möge [12]. Noch 1834 verspottet H. HEINE F. Nicolais Versuch, der Empfehlung Lessings entsprechend, «die weichliche Schwärmerei» und «unfruchtbare Sentimentalität» des Romans durch «vernünftige Gesinnung» aufzuhellen: «Werther wird lächerlich, bleibt leben, heurathet Charlotte, kurz endet noch tragischer als im Goetheschen Original» [13]. Schon vor der Jahrhundertwende wird der weiterführende Gedanke, daß der Begriff nicht bloß die verabscheuungswürdige Denk und Verhaltensweise einer philosophischen Species bezeichne, es sich beim Z. vielmehr um ein eigenes Vermögen besonderer intellektueller Kreativität handle, beim jungen F. SCHLEGEL fruchtbar [14]. Polemik (s.d.) und Witz (s.d.), dessen «Tendenz ... cynisch, nämlich zur Vertilgung der Vorurtheile» ist [15], sind wesentliche, kreative Elemente des Z. [16]. Das «Wesen des Z.» besteht darin, «der Natur vor der Kunst, der Tugend vor der Schönheit und Wissenschaft den Vorzug zu geben» [17]. Lessings ‹Nathan› vereinigt «beim Lichte betrachtet zwei Hauptsachen», nämlich «Polemik gegen alle illiberale Theologie» und «Polemik gegen alle Unnatur, kindische Künstelei und ... Dummheit»; er gilt dem jungen Schlegel demnach als «ein dramatisiertes Elementarbuch des höheren Z.» [18].
Auf die massiven Anfeindungen, denen die Enzyklopädisten in Frankreich ausgesetzt sind, hat D. DIDEROT schon in den 1760er und 1770er Jahren mit seiner «Zweiten Satire» ‹Le Neveu de Rameau› reagiert. Das Werk bleibt aber im Original zunächst unpubliziert und entfaltet seine Wirkung erst mit J. W. GOETHES Übersetzung von 1805. Gegen die «zynischen Märchen» («contes cyniques») [19] der Kreise um CH. PALISSOT de MONTENOY, der in seiner 1760 uraufgeführten Komödie ‹Les Philosophes› «nichts versäumte, seine Gegner im moralischen Sinne herabzusetzen», wendet Diderot alles auf, «was Genie und Haß, was Kunst und Galle vermögen» [20]. In diesem «Meisterwerk ..., das man», so GOETHE, «immer mehr bewundert, je mehr man damit bekannt wird» [21], verfährt DIDEROT nach der These, die er in seiner Abhandlung über die dramatische Dichtkunst formuliert: «Il y a de la différence entre la plaisanterie de théâtre et la plaisanterie de société. ... Le cynisme si odieux, si incommode dans la société, est excellent sur la scène» [22].
Im Bewußtsein dieser poetologischen Bedeutung unternimmt JEAN PAUL einen ‘Systematisierungsversuch’; er nennt «vier Zynismen», die die Methodologie der «äußeren Form», die «Vernunftlehre» [23], als poetische Formen «annimmt»: 1) den «in Betreff des Geschlechts» «rohen» Z., der sich nicht «sowohl gegen Sittlichkeit als gegen Geschmack und Zeit» richtet, 2) den «subtilen», «glatten nattergiftigen» Z. «der Franzosen, ... der schwarze Laster zu glänzenden Sünden ausmalt und ..., wie Kupfer ... bloß die Farbe des Grüns» annimmt, «das aber vergiftet», 3) den Z., «welcher bloß über natürliche, aber geschlechtlose Dinge natürlich spricht» (wie «z.B. Voltaire» über «den cû, derrière und das pisser»), und 4) seinen eigenen Z., der als komischer «jene Annäherung an die Zensur-Freiheiten ... verstatte, verlange, verziere, welche hier, wie natürlich, ... nicht fehlen konnte» [24]. Mit dem Ausdrucksmittel des Z. ist es der «ernsten Poesie» möglich, eigentliche Tabuthemen wie Sexualität, Geschlechtsteile und ihre Ausscheidungen sowie überhaupt Tierisch-Ekelhaftes zum Gegenstand ihrer dichterischen Darstellung zu machen. Aber im Gegensatz zum «lüsternen» Z., zur «unsittlichen Frechheit», die «am Ende ... den Zeug zerfrisset und dessen Träger ... vergiftet», ist der «poetische Z.», «der Z. des Witzes und Humors», etwas «ganz anderes und Erlaubteres», denn er «zersetzt ... die Gestalt zum bloßen Mittel und entzieht sie durch die Auflösung in bloße Verhältnisse gerade der Phantasie» [25]. Jean Paul ist sich seiner neuen Differenzierung bewußt, denn es stößt sich, wie er meint, «die Versunkenheit der Zeit ... ebensosehr am gefahrlosen komischen Z.», als sie sich «an giftvollen erotischen Ziergemälden» labt [26]. Gegenüber einem «persiflierenden Gedicht», das «alles Edle ... lachend, d.h. vernichtend behandelt», sind «ein Aristophanes, Rabelais, Swift ... so keusch als ein anatomisches Lehrbuch» [27]; «eine zynische Zunge» hält sich «oft bei den enthaltsamsten Menschen, z.B. bei unsern possenreißenden Vorfahren» auf [28]. Diese Entdeckung, «daß der Z. sich mit der Keuschheit» berühren kann, scheint auch G. FLAUBERT gemacht zu haben, wenn er 1866 an G. Sand schreibt: «Le sens du grotesque m’a retenu sur la pente des désordres. Je maintiens que le cynisme confine à la chasteté» [29].
Ästhetiken des 19. und des frühen 20. Jh. befassen sich in erster Linie mit dem Aspekt der Legitimierung der zynischen Form in der Literatur. Obwohl es sich beim «Cynismus» um eine gravierende «Anstandsverletzung», um den Ausdruck «moralischen Ekels» handelt, hat der Z. für F. TH. VISCHER «ein bedingtes Recht», wenn er nicht «ohne Grund und Grenzen» betrieben wird. Gegenüber dem «Cynismus der humoristischen Gattung», der sich eher «burschikos» gibt und als «Spaß zu verantworten» ist, hat der «Cynismus des ernsten Schlages» die Funktion, «dem Heuchler, dem Lügner Anstand die Larve abzureißen» [30]. Noch nach J. VOLKELT kann die Kunst «in den Dienst edler Willenszwecke widerästhetischer Art gestellt werden», sofern der Gewinn die «ästhetische Schädigung aufwiegt». Dies ist beim «Zynisch-Komischen» der Fall, das zwar «den ästhetischen Betrachter ins Sinnlich-Gemeine herabziehen will», seine «Berechtigung» aber dann beweist, wenn es nicht bloß «eine frivole Gemütsverfassung fühlbar macht», sondern «sich durch eine gewisse innere Nötigung» «um der großen, heiligen Sache willen» ergibt; dieser Z. ist durch die «tiefernste sittliche Haltung» des Autors «gerechtfertigt» [31]. Gegen diese Haltung hat schon der frühe F. NIETZSCHE polemisiert: «Bildungsphilister» (s.d.) wie F. Th. Vischer, die wähnen, «selber Musensohn und Kulturmensch zu sein», und die, durch «das Band einer stillschweigenden Convention» in ihrem Wahn bestätigt, sich von «einer Kunst, die selbst Ernst zu machen anfängt», abwenden, als ob sie «etwas Unzüchtiges» sähen, verkörpern nur die gegenwärtige «Periode der cynischen Philisterbekenntnisse» [32].
3. Ohne den Zyniker zu nennen, aber mit direkter Bezugnahme auf den Protagonisten von Diderots Satire beschreibt G. W. F. HEGEL in der ‹Phänomenologie des Geistes› die Lebensgestalt der «Verrüktheit» als «zerrissenes Bewußtseyn», das «Bewußtseyn ... der absoluten Verkehrung» ist. «Der Inhalt der Rede des Geistes von und über sich selbst ist also die Verkehrung aller Begriffe und Realitäten, der allgemeine Betrug seiner selbst und der andern, und die Schamlosigkeit, diesen Betrug zu sagen, ist ebendarum die größte Wahrheit.» «Dem ruhigen Bewußtseyn» mag «diese Rede als ‘eine Faseley von Weisheit und Tollheit, als ein Gemische von ... so vollkommener Schändlichkeit, als gänzlicher Offenheit und Wahrheit’» erscheinen, diese «Entfremdung seiner» ist «die Selbsterhaltung» [33].
An der Auseinandersetzung über CH. D. GRABBES Tragödie ‹Gothland›, die «im Brutalen, Grauenhaften, Zynischen» alles überbietet und die Zeitgenossen zwischen Ekel und Bewunderung schwanken läßt [34], zeigt sich deutlich, wie sehr sich die beiden Z.-Begriffe, der Z. als kalkuliertes dichterisches Mittel und der Z. als dichterisches Selbstbewußtsein und Lebensgestalt, unterscheiden. L. TIECK konzediert Grabbe zwar, daß «es gewiß erlaubt sei», den «Selbstbetrug», der sich in der «Weichlichkeit», der «verhätschelnden Stimmung» und «schmachtenden Melankolie» gewisser Stücke manifestiere, «auch cynisch anzugreifen». Aber Grabbes «Cynismus», der sich «selbst als einzige und letzte Wahrheit» gebe und sich «im Entsetzen, Grauen und Cynischen» gefalle, zerstöre schließlich diesen Z. selbst. Dagegen ist für GRABBE die «Poesie ... der Spiegel der Natur». Einer weitergehenden Legitimation bedarf sie also nicht, da doch «ein Spiegel auch die ärgerlichste Erscheinung wiedergibt, ohne sich zu beflecken» [35]. Noch 1854 erinnert H. HEINE, Grabbes «Vorzüge» seien «verdunkelt durch eine Geschmacklosigkeit, einen Cynismus und eine Ausgelassenheit, die das Tollste und Abscheulichste überbietet, das je ein Gehirn zu Tage gefördert», was nicht auf «Krankheit, etwa Fieber oder Blödsinn, ... sondern eine geistige Intoxicazion des Genies» zurückzuführen sei [36].
Für den reifen NIETZSCHE bildet «etwas Cynismus vielleicht, etwas ‘Tonne’» das Mittel, «den Pessimismus der Lebensmüdigkeit» zu überwinden und den Lohn des «Lebens», «unsre Aufgabe», wieder zurückzubekommen [37]. Diese «Sparsamkeit», die «Herabsetzung des Stoffverbrauchs», die er aus einer «Art Selbst-Erhaltungs-Instinkt» heraus übt, verschafft dem späten Nietzsche «erst die Freiheit des Geistes» und die Fähigkeit, «von der Kranken-Optik aus nach gesünderen Begriffen und Werthen» zu sehen und «Perspektiven umzustellen: weshalb für mich allein eine Umwerthung der Werthe überhaupt möglich war» [38]. Damit erreicht er «das Höchste, was auf Erden erreicht werden kann, den Cynismus» [39]: «Ich habe jetzt mit einem Cynismus, der welthistorisch werden wird, mich selbst erzählt: das Buch heißt ‹Ecce homo› ... Das Ganze ist das Vorspiel der Umwerthung aller Werthe, das Werk, das fertig vor mir liegt: ich schwöre Ihnen zu, daß wir in zwei Jahren die ganze Erde in Convulsionen haben werden» [40].
Auch nach S. FREUD erschüttert der «zynische Witz» durch die «Zynismen», die er verhüllt transportiert, «den Respekt vor Institutionen und Wahrheiten»; er ist nun aber «ein psychischer Machtfaktor»; seine «subjektiven Bedingungen» sind «häufig bei neurotischen Personen erfüllt» [41]. TH. REIK geht einen Schritt weiter; für ihn ist der «zynische Witz ... ‘pathogen’». Da jedoch sein Lustgewinn in starkem Maße «aus dem Freiwerden von Hemmungsaufwand und psychischer Energie» «resultiert», besitzt er auch einen «psychotherapeutischen Wert», indem er «zu den gelungenen Abzugsquellen jener Regungen gehört, welche in ihrer Stauung zur Neurose und zu Wahnbildungen führen» [42].
4. Bereits im Sinne des modernen Gebrauchs von ‹Z.› erscheint für K. MARX in der «Herrschaft der totgeschlagnen Materie über die Menschen» «der schmutzige Eigennutz ... in seiner zynischen Gestalt» [43]. Extreme Beispiele dieses Mißstandes, der darauf beruht, daß «Geld ... der gemeinsame Maßstab aller, auch der heterogensten Dinge» ist [44], sind für Marx die «cynisch» als «Eigenthumsrecht auf den Menschen» verstandene Sklaverei [45] und für F. ENGELS der «Z. einer Regierung, die nur zum Verkauf ihrer Landeskinder», zum Söldnergeschäft, «dazusein schien» [46]. Zwar hat die «aufgeklärte Nationalökonomie» das «Geld- und Merkantilsystem» überwunden; durch ihr Grundprinzip, das Prinzip der Arbeit, wahrt aber, wie MARX meint, auch sie nur den «Schein der Anerkennung des Menschen»; sie muß «bei weitrer Entwicklung diese Scheinheiligkeit abwerfen» und «in ihrem ganzen Z. hervortreten»; indem ihre Vertreter «immer und mit Bewußtsein» weitergehen «in der Entfremdung gegen den Menschen», wächst der «Z. der Nationalökonomie» [47]. Erst «unter Voraussetzung des Sozialismus» tritt «an die Stelle des nationalökonomischen Reichtums und Elendes der reiche Mensch und das reiche menschliche Bedürfnis», ist der «reiche Mensch ... der einer Totalität der menschlichen Lebensäußerung bedürftige Mensch. Der Mensch, in dem seine eigene Verwirklichung, als innere Notwendigkeit, als Not existiert» [48].
Die «entscheidende Gedankentendenz des Z.» ist – nach G. SIMMEL – «eine nivellierende»; der Zyniker «leugnet die eigentlichen Unterschiede der Dinge, weil sie ihm eben alle gleich wert- und sinnlos sind» [49], mehr noch: «sein Lebensgefühl ist erst adäquat ausgedrückt, wenn er die Niedrigkeit auch der höchsten Werte, den Illusionismus der Wertunterschiede theoretisch und praktisch erwiesen hat» [50]. Da das Geld zum «Wert der Werte» [51], «aus seiner Mittlerstellung zu der Bedeutung eines Absoluten» aufgestiegen ist [52], ist es besonders befähigt, «die höchsten wie die niedrigsten Werte gleichmäßig auf eine Wertform zu reduzieren». Die «Plätze ... des Börsenverkehrs, wo das Geld in Massen vorhanden ist», sind deshalb die eigentlichen «Pflanzstätten des Z.» [53], dessen Krankheit, die «Geldkultur», «ein ... Befangensein des Lebens in seinen Mitteln» bedeutet [54]. Simmels These, daß «der Begriff des Marktpreises für Werte, die ihrem Wesen nach jede Schätzung außer der an ihren eigenen Kategorien und Idealen ablehnen, ... die volle Objektivierung dessen» sei, «was der Z. im subjektiven Reflex» darstelle [55], kann TH. W. ADORNO, nachdem die «Fremdbestimmtheit» des Menschen weiter fortgeschritten ist, radikalisieren: Den Menschen, die sich selbst «zu Fetischen» geworden sind und an der «Totalität des Warencharakters» leiden, läßt «der zornige Z. ... immer noch mehr an Ehre widerfahren als weihevolle Beteuerungen, die Menschen hätten einen unverlierbaren Kern» [56].
5. In seiner Analyse der «gegenwärtigen Erscheinungsformen des Z.» unterscheidet K. HEINRICH drei Haupttypen: Als «existentialistischer Protest» ist der Z. der Versuch, «der Bedrohung durch Sinnlosigkeit erkennend standzuhalten». Insofern der Zyniker «um seiner Selbstbehauptung willen die Erkenntnis der Bedrohung als zynisch verwirft», resigniert er selbst vor dem «drohenden Sinnverlust»; dieser Z. ist der Versuch, sich durch «Resignation angesichts einer erkannten Bedrohung» selbst zu behaupten. Die – nach Heinrich – «für die gegenwärtige Situation kennzeichnende Form des Z.» verwirft schließlich selbst diese in der Resignation «enttäuschenden Formen der Selbstbehauptung» und ist nur mehr «Ausdruck einer stummen, wissenden Indifferenz» [57]. Dieser zeitgenössische Z. ist für I. FETSCHER «eine letzte, verzweifelte Weise des Lebens». «Der Zyniker begreift sich als den Mächtigen, der es nicht nötig hat, Rücksicht zu nehmen»; in seiner «zynischen Verachtung moralischer Normen» ist er aber weder gleichgültig, noch fehlt ihm der «Sinn für moralische Werte», muß er diese doch kennen, «um sie ... verachten und verletzen zu können» [58].
Ein ähnliches Fazit zeitigt die umfassendste «Z.-Analyse» der letzten Jahrzehnte, P. SLOTERDIJKS ‹Kritik der zynischen Vernunft›: Die «Interaktionen von nicht entspannbaren Subjektivismen, hochgerüsteten Zentren der Privatvernunft, waffenstarrenden Machtkonglomeraten und wissenschaftsgestützten Systemen der Hyperproduktion» beugen sich nicht «unter eine kommunikative Vernunft», sie wollen diese vielmehr «durch Kommunikationsvortäuschungen ihren Privatbedingungen unterwerfen». Kommunikationsmangel, Kommunikationsvortäuschung und Kommunikationsverweigerung sind geradezu die Kennzeichen des modernen Macht-Z., der Werte wie Liebe, Wahrheit, Authentizität seinem «Macht- und Profitwillen» unterordnet [59]. Die Beispiele aus der Romanliteratur [60], aus Theater [61], Kabaret [62] und Comics [63], aus Justiz [64] und (Wirtschafts-)Politik [65] sind zahllos; manche sind so deprimierend eindrücklich, daß auch die Rehabilitationsversuche des Z. [66] zynisch wirken. Immerhin hat schon VOLTAIRE in seinem ‹Candide› gezeigt, wie nahe sich Optimismus und Z. sind: «Qu’est-ce qu’optimisme? disait Cacambo. Hélas! dit Candide, c'est la rage de soutenir que tout est bien quand on est mal» [67].
6. Der Z.-Begriff, wie er sich seit dem 17. Jh. besonders in der deutschen Tradition allmählich von seinem antiken Ursprung entfernt und zunehmend selbständig entwickelt hat, ist in seinen Bedeutungen vielfältig und in seinem Gebrauch diffus. Faßt man ihn lexikonbündig, tritt unvermeidlich und schadenfroh der Wörterbuch-«Teufel» mit der zynischen [68] Bemerkung hervor, ein «dictionary» sei eben «a malevolent literary device for cramping the growth of a language and making it hard and inelastic». Genau diesem teuflischen Wörterbuch-Übel hat sich das Historische Wörterbuch der Philosophie immer programmatisch entgegengestemmt, und jedermann weiß und bezeugt deshalb zumindest: «This dictionary, however, is a most useful work» [69].

Anmerkungen
 
[1] Art. ‹Kynismus; kynisch›. Hist. Wb. Philos. 4 (1976) 1468–1470; zur Bezeichnung ‹Kyniker› vgl. K. DÖRING: Sokrates, die Sokratiker und die von ihnen begründeten Traditionen § 20: Antisthenes, Diogenes und die Kyniker der Zeit vor Christi Geburt, in: Grundr. der Gesch. der Philos., Die Philos. der Antike, hg. H. FLASHAR 2/1 (1998) 267f.
 
[2] Art. ‹Zyniker›, ‹Zynisch› und ‹Zynismus›. GRIMM 16 (1954) 1455f.; Art. ‹Zynismus›, in: Dtsch. Fremdwb. 6 (1983) 442–444; vgl. EISLER4 1, 241; Art. ‹Cynisme›. LALANDE10 201.
 
[3] DIOGENES LAERT.: Vitae VI, 11. 104; DÖRING, a.O. [1] 275f.
 
[4] Vgl. bes. die Abb. 135 und 138, in: K. SCHEFOLD: Die Bildnisse der ant. Dichter, Redner und Denker (21997) 248f. 252f.
 
[5] D. DIDEROT: Art. ‹Cynique›, in: D. DIDEROT/J. le R. d'ALEMBERT (Hg.): Encycl. ou Dict. raisonné des sci., des arts et des métiers (Paris/Neuchâtel/Amsterdam 1751–80) 4, 595.
 
[6] Art. ‹Cynique›, in: Dict. de l'Acad. Franç. (Paris 1718, 1740, 1762); vgl. Art. ‹Indécent› («gaiété ... cynique») und ‹Priscillianité› («cynique impudent»), in: DIDEROT/d'ALEMBERT (Hg.), a.O. 8, 667f.; 13, 378–380; vgl. W. VON WARTBURG: Frz. etymolog. Wb. 2/2 (1946) 1612f.
 
[7] VOLTAIRE: Br. an E. N. Damilaville (19. Sept. 1766). Oeuvr. compl., hg. TH. BESTERMAN 114 (Corresp.) (Oxford 1973) 452; vgl. «un exemple ... plus que cynique», in: Dict. philos. (1764) Art. ‹Langues›. Oeuvr. compl. 53 (Kehl 1785) 158.
 
[8] J.-J. ROUSSEAU: Confessions VIII [ca. 1769] (1782–89). Oeuvr. compl., hg. B. GAGNEBIN/M. RAYMOND 1 (1959) 368.
 
[9] CH. F. GELLERT («ihre sitten sind etwas cynisch») vgl. GRIMM, a.O. [2] 1456; CH. M. WIELAND («unflätiger Cynismus») vgl. Dtsch. Fremdwb., a.O. [2] 442.
 
[10] FRIEDRICH II. von PREUSSEN: Totengespräch zwischen Prinz Eugen, Lord Marlborough und Fürst Liechtenstein (1773). Die Werke, in dtsch. Übers., hg. G. B. VOLZ (1912–14) 5, 244f.
 
[11] A. VON KNIGGE: Über den Umgang mit Menschen (1788, 51796). Sämtl. Werke, hg. P. RAABE 10 (1992) 20f.
 
[12] G. E. LESSING: Br. an J. J. Eschenburg (26. Okt. 1774). Sämtl. Schr., hg. K. LACHMANN/
F. MUNCKER 18 (1907) 115f.
 
[13] H. HEINE: Zur Gesch. der Relig. und Philos. in Deutschland 2 (1834). Sämtl. Schr., hg. M. WINDFUHR 8/1 (1980) 70; F. NICOLAI: Freuden des jungen Werthers (1775).
 
[14] F. SCHLEGEL: Philos. Fragmente, Erste Epoche II, Frg. 851 [1797]. Krit. Ausg. 18, hg. E. BEHLER (1963) 100.
 
[15] Zweyte Epoche II, Frg. 696 [1800f.], a.O. 378.
 
[16] Frg. 851. 854, a.O. [14].
 
[17] Athenäums-Fragmente, Frg. 16 (1798). Krit. Ausg. 2, hg. H. EICHNER (1967) 167.
 
[18] Über Lessing [1797], a.O. 123f.
 
[19] J. W. GOETHE: Rameaus Neffe. Ein Dialog von Diderot (1805). Gedenkausg., hg. E. BEUTLER 15 (Zürich 1953) 978; am 24. Jan. 1805 schickt Goethe eine erste Fassung der Übersetzung an Schiller mit der Bitte «es aufmerksam durchzulesen», er selbst werde inzwischen vielleicht noch «einige zynische Stellen mildern», worauf F. SCHILLER antwortet: «Allenfalls könnte man sich bei den unanständigen Worten mit den Anfangsbuchstaben begnügen und dadurch dem Wohlstand seine Verbeugung machen ohne die Sache aufzuopfern», a.O. 20 (21964) 984f.; D. DIDEROT: Le neveu de Rameau. Satire seconde [ca. 1761–74] (1823). Oeuvr. romanesques, hg. H. BÉNAC (Paris 1962) 446; zur abenteuerlichen Publikationsgeschichte, die selbst den Stoff einer Satire abgeben könnte, vgl. GOETHE: Nachträgliches zu Rameaus Neffe, a.O. 1063–1079, sowie: Ged.ausg. 14 (21962) 848–851.
 
[20] Anmerkungen Goethes, a.O. 1060.
 
[21] a.O. 1057.
 
[22] D. DIDEROT: De la poésie dramatique 17 (1758). Oeuvr. compl., hg. H. DIECKMANN u.a. (Paris 1975ff.) 10, 392.
 
[23] JEAN PAUL: Vorschule der Ästhetik 3, I. Miserikordias- Vorles. für Stilistiker (1804). Sämtl. Werke, hg. N. MILLER I/5 (61995) 363 (Anm.).
 
[24] Dr. Katzenbergers Badereise, Vorrede zum ersten und zweiten Bändchen der ersten Auflage (1809), a.O. I/6 (41987) 82f.
 
[25] II. oder Jubilate-Vorles. über die neuen Poetiker, a.O. [23] 427f.
 
[26] Vorschule § 34, a.O. 138.
 
[27] a.O. [25] 428.
 
[28] Titan 3, 13. Jobelperiode (1801), a.O. [23] I/3 (61999) 321.
 
[29] G. FLAUBERT: Br. an G. Sand (22. Sept. 1866). Oeuvr. compl. 14: Corresp. 1859–1871, hg. Soc. des études litt. franç. (Paris 1975) 294; dtsch.: Briefe, hg./übers. H. SCHEFFEL (1977) 495.
 
[30] F. TH. VISCHER: Mode und Cynismus. Beitr. zur Kenntniß unserer Culturformen und Sittenbegriffe (1879) Vorwort sowie 50. 88ff.
 
[31] J. VOLKELT: System der Ästhetik 2: Die ästhet. Grundgestalten (1910) 453ff., (21925) 468ff.
 
[32] F. NIETZSCHE: Unzeitgem. Betrachtungen 1: David Strauss der Bekenner und der Schriftsteller 2 (1873). Krit. Ges.ausg., hg. G. COLLI/M. MONTINARI [KGA] (1967ff.) 3/1, 161ff.
 
[33] G. W. F. HEGEL: Phän. des Geistes (1807). Akad.-A. 9 (1980) 283f.; DIDEROT, a.O. [19] frz. 468/dtsch. 1000.
 
[34] CH. D. GRABBE: Herzog Theodor von Gothland [1818–22] (1827); Einl. des Hg., in: Werke, hg. A. FRANZ/P. ZAUNERT (1910) 1, 14.
 
[35] L. TIECK: Br. an Grabbe (6. Dez. 1822), mit den Anm. Grabbes, in: GRABBE, a.O. 23*. 372f. bzw. Werke und Br. Hist.-krit. Ges.ausg., hg. A. BERGMANN 1 (1960) 3f.
 
[36] H. HEINE: Memoiren, Fragment [1854/55] (1884), a.O. [13] 15, 67; vgl. L. MARCUSE: H. Heine. Melancholiker, Streiter in Marx, Epikureer (1969, 1990) 81ff.; P. ZIECH: Entlarven und Heucheln. Formen des Zynischen und ihre Wirkung im Werk H. Heines (1997).
 
[37] F. NIETZSCHE: Menschliches, Allzumenschliches II, Vorrede § 5 (1879/80, 21886). KGA 4/3, 9; vgl. Jenseits von Gut und Böse §§ 26. 270 (1886). KGA 6/2, 40. 236: «Narrheit» als «Maske für ein unseliges allzugewisses Wissen»; der Hinweis auf den «Cynismus Hamlets» [Werke (Großoktavausgabe) 7 (1921) 259] fehlt in KGA.
 
[38] Nachgel. Frg., Okt.-Nov. 1888 24[1] («Ecce homo») §§ 2. 10. KGA 8/3, 429f. 442f.; vgl. Art. ‹Umwertung aller Werte›. Hist. Wb. Philos. 11 (2001) 105–108.
 
[39] Ecce homo, Warum ich so gute Bücher schreibe § 3 [Ende 1888]. KGA 6/3, 300.
 
[40] Br. an G. Brandes (20. Nov. 1888). Br.wechsel, Krit. Ges.ausg., hg. G. COLLI/M. MONTINARI 3/5 (1984) 482 (Nr. 1151).
 
[41] S. FREUD: Der Witz und seine Beziehung zum Unbewussten (1905). Ges. Werke 6 (1940, 71987) 121. 149. 203.
 
[42] TH. REIK: Psychoanalyt. Bem. über den zyn. Witz. Imago 2 (1913) 573–588, 586f.
 
[43] K. MARX: Ökon.-philos. Ms. [1844]. MEW 40 (1985, 21990) 506f.
 
[44] K. MARX/F. ENGELS: Dtsch. Ideologie [1845/46]. MEW 3, 426.
 
[45] K. MARX: An Abraham Lincoln, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, in: Der Sozial-Demokrat 3 (30. 12. 1864). MEGA I/20, 36.
 
[46] F. ENGELS: Über den Verfall des Feudalismus und das Aufkommen der Bourgeoisie [1884]. MEW 21, 399.
 
[47] a.O. [43] 530f.
 
[48] a.O. 544.
 
[49] G. SIMMEL: Hauptprobleme der Philos. (1910, 61927) 130.
 
[50] Philos. des Geldes (1900). Ges.ausg., hg. O. RAMMSTEDT 6 (1989) 333f.
 
[51] a.O. 317.
 
[52] 332.
 
[53] 334.
 
[54] 336f.; dazu vgl. E. FROMM: May man prevail? (New York 1961) 129; dtsch.: Es geht um den Menschen! (1981). Ges.ausg., hg. R. FUNK 5 (1981) 120; R. SPAEMANN: Moralische Grundbegriffe (1982, 41991) 103.
 
[55] 334.
 
[56] TH. W. ADORNO: Stichworte. Krit. Modelle 2: Freizeit [1969]. Ges. Schr., hg. R. TIEDEMANN (1970–86) 10/2, 649f.
 
[57] K. HEINRICH: Antike Kyniker und Z. in der Gegenwart, in: Parmenides und Jona. Vier Studien über das Verhältnis von Philosophie und Mythologie (1966) 129–160. 202–209 (Anm.), 146ff.
 
[58] I. FETSCHER: Reflexionen über den Z. als Krankheit unserer Zeit, in: A. SCHWAN: Denken im Schatten des Nihilismus. Festschr. für W. Weischedel zum 70. Geb. (1975) 334–345, 334f.
 
[59] P. SLOTERDIJK: Kritik der zyn. Vernunft (1983) 947f.
 
[60] Vgl. z.B. J. BARNES: Talking it over (London/New York 1991) 145f. 235; dtsch.: Darüber reden (1992) 144. 230; und die Fortsetzung: Love, etc. (London/New York 2000); dtsch.: Liebe usw. (2002); F. DÜRRENMATT: Das Versprechen (1958, 1985) 70.
 
[61] TH. BERNHARD: Heldenplatz, 2. Szene (1988): «die ganze Welt ist ein einziger Z.».
 
[62] Scheibenwischer, ARD 19. Nov. 2004: «Der Staat Israel entstand aus dem Z., – äh, pardon, Zionismus»; vgl. dazu: M. HORKHEIMER/TH. W. ADORNO: Dialektik der Aufklärung (1947, 1969), in: ADORNO: Ges. Schr., a.O. [56] 3, 211.
 
[63] Calvin & Hobbes z.B. (Dez. 1987) Nr. 23; (Juli 1988) Nr. 2.
 
[64] Urteil des Arbeitsgerichts Zürich (Okt. 2004): «Es grenzt an blanken Z., einem Arbeitnehmer eine Alkoholkrankheit vorzuwerfen und ihm zugleich einen Teil des Lohnes in Bier auszuzahlen».
 
[65] Vgl. N. CHOMSKY: Profit over people (New York 1999); dtsch. (2000, 92004) 132f. 136f.; Hegemony or survival (New York 2003); dtsch.: Hybris. Die endgültige Sicherung der globalen Vormachtstellung der USA (2003) 140. 190: «cynical pretense of ‘free trade’»; M. MOORE: Dude, where’s my country? (New York 2003); dtsch.: Volle Deckung, Mr. Bush (2003) 88f.: der Saddam/Osama-Whopper «a cynical, premeditated fabrication».
 
[66] Vgl. z.B. A. GLUCKSMANN: Cynisme et passion (Paris 1981); dtsch.: Vom Eros des Westens. Eine Philosophie, hg. H. KOHLENBERGER (1988) 23f. 52; K. W. ZIMMERMANN: Lob des Z. Eine Ehrenrettung. Die Weltwoche 72/1 (1. Jan. 2004) 50–53.
 
[67] VOLTAIRE: Candide ou l’optimisme, ch. 19 (1759). Oeuvr. compl., a.O. [7] 48, 196.
 
[68] A. BIERCE: The devil’s dictionary [zuerst: The cynic’s word book, 1906] (New York 1911).
 
[69] a.O., s.v. ‹Dictionary›.

Literaturhinweise
 
H. NIEHUES-PRÖBSTING: Der Kynismus des Diogenes und der Begriff des Z. (1979). – J. BOUVERESSE: Rationalité et cynisme (Paris 1985). – M.-O. GOULET-CAZÉ/R. GOULET (Hg.): Le cynisme ancien et ses prolongements (Paris 1991). – T. BEWES: Cynicism and postmodernity (London/New York 1997). – R. WEBER: Zyn. Handeln: Proleg. zu einer Pathologie der Moderne (1998).

W. TINNER

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